Jakobsweg #48, Carpe Diem

«Ich freue mich auf Marokko – ich freue mich auf Marokko – ich freue mich auf Marokko!» Jetzt ist es soweit. Ich bin auf dem «heiligen» Weg und ich bete, halt einfach zum Surfgott: «Bitte schick mir all die tollen Wellen nach Marokko, die ich in den letzten drei Wochen sehen durfte!» Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich von der Küste und nehme die letzten 10 Etappen durchs galizische Niemandsland in Angriff. Die Berge verlangen mir wieder einiges ab. 8h bei 1´000 Höhenmeter mit dem Gewicht des Proviantes für 2 Tage. Niemandsland eben und besser guten Proviant dabei haben als dass ich unterwegs noch einer der wenigen Kühe fressen muss, die hier wieder ziemlich dümmlich in der Gegend rumstehen (siehe Blog #22). Wenigstens zeigt sich das Wetter von der besten Seite: Sonne, wenige Wolken, stürmischer Wind, kein Regen und 15 Grad. Das ist äusserst knackig für Galicien um diese Zeit. Gemäss Wettervorhersage soll ich morgen wieder ein Gesichtspeeling mit Waagrechtregen und 10 Grad erhalten. Also nochmals raus an die Sonne: Carpe Diem!

Gestern beim Coiffeure. Nein, nicht die Haare, der Bart. Der Coiffeure führte die Klinge mit extrem ruhiger Hand. Die Einheimischen waren sich aber einig, dass ich eine Rasur während einer Real Madrid Live Übertragung nicht überlebt hätte.

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