#137 Regellos

Nach 35’000 km auf Südamerikas Strassen wird es Zeit einen Blick in die Seele des einheimischen Autofahrers zu wagen. Schließlich erfährt man im täglichen Verkehr mehr über die Befindlichkeit eines Volkes als bei der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und beim Lesen von Reiseführern. Nach einem Jahr des täglichen Wahnsinns weiss ich mit Bestimmtheit: Es brodelt in

#119 Cuenca – Insel des Anstandes

Lasst uns Lorbeeren verteilen! Heute möchte ich der Bevölkerung der Anden für ihren vorbildlichen Anstand- und Fleiss danken. Wenn ich hier eine so fabelhafte Zeit verbringe, so ist es einzig und ausschließlich wegen ihnen. Nun wurde die andine Bevölkerung nicht gerade von der Geschichte verwöhnt: Zuerst wurden sie von den Spaniern unterdrückt, jetzt muss sie korrupte Funktionäre und eine

#118 „Google Maps“ ist ungesund

Ich sitze schweissüberströmt hinter dem Steuer meines VWs. Es ist mittlerweile stockdunkel, ich kann den Weg kaum noch sehen. Die Strasse ist während der letzten zwei Stunden von einer mürben Asphaltstrasse, zu einer provisorischen Staubpiste, über einen löchrigen Nebenweg in einen ausgewachsenen 4×4 Jungelweg übergegangen. Die Fahrrinnen sind so tief, das mir mein Wageninhalt kreuz

#117 Allee der Vulkane

Erhaben, majestätisch, zeitlos! So stehen 22 der 73 Vulkane Ecuadors in der „Alle der Vulkane“* wie am Schnürchen aufgezogen. Wer schon immer davon geträumt hat auf Feuer speiende Vulkane zu steigen, Drachen zu besiegen und Prinzessinnen zu befreien, der ist hier genau richtig! Mich erinnert die Landschaft an mein Lieblings Kinderbuch „Jim Knopf und der

#116 Am Äquator

Es ist ganz einfach: Ich muss nur von „Panama“ über „Haiti“ nach „Nicaragua“ gehen und bei „La Habana“ rechts abbiegen wobei ich eigentlich via „Nueva York“ abkürzen könnte. Ich bin in Quito wo die Strassen Länder- und Stadtnamen haben und versuche mir wieder einmal den Weg von „zu Hause“ zum Restaurant und zurück zu merken.

#115 Die Mitte der Welt

Knapp daneben, ist eben doch daneben! 1979 baute Ecuador das Monument „Mitad del Mundo“, das auf den Äquatorberechnung einer französischen Mission von 1744 beruhte. Das Gelände umfasst einen 30 Meter hohen Monolithen und ein ganzes Dorf mit Planetarium, Museen Touristenshops und Restaurants. Vielleicht hätte man doch die französischen Berechnungen nochmals überprüfen sollen bevor man mit