#137 Regellos

Nach 35’000 km auf Südamerikas Strassen wird es Zeit einen Blick in die Seele des einheimischen Autofahrers zu wagen. Schließlich erfährt man im täglichen Verkehr mehr über die Befindlichkeit eines Volkes als bei der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und beim Lesen von Reiseführern. Nach einem Jahr des täglichen Wahnsinns weiss ich mit Bestimmtheit: Es brodelt in

#114 Die Polizei, Dein Freund und Helfer!

Bis gestern war mir unklar, weshalb kolumbianische Autofahrer mir am helllichten Tag „lichthupen“. Während ich darüber nachdenke, überhole ich in einem waghalsigen Manöver einen Truck über die durchgezogene Doppellinie. Sekunden später weiss ich weshalb Kolumbianer „lichthupen“. Hinter mir fuhr die Polizei, die mich nun mit Blaulicht an die Seite winkt. Nach kurzem „Small Talk“ werden

#112 Ode an die Freude

Heute hatte ich die Wahl zwischen einem klassischen Konzert und einem Salsa Konzert, um genau zu sein zwischen Beethovens 9. Simphonie und dem „Grand Combo de Puerto Rico“. Natürlich habe ich mich für die 9. Simphonie von Beethoven entschieden! Salsa Konzerte habe ich wie Sand am Meer gehört. In einem klassischen Konzert war ich noch

#111 Fort Knox

Mea culpa: Statt mein VW Bus Interieur farblich abzustimmen, hätte ich mich besser mit den Gepflogenheiten meiner Zielländer befassen sollen. Interessant auch, dass meine Vorliebe für „Hello Kitty“ Portemonnaies von meiner ersten Südamerikareise stammt. Damals wurde ich so oft ausgeraubt, dass es mit der Zeit zu teuer war „richtige“ Portemonnaies zu kaufen. Deshalb kam uns

#110 Ewiger Frühling

Fabelhaft, einfach fabelhaft. Ich bin in Medellín. Eine tolle Stadt. Das Klima ist perfekt. Hier herrscht ewiger Frühling: Weder zu heiss, noch zu kalt, tags- wie nachts ideales T-Shirt Wetter. Die Bewohner – die Paises – sind sehr freundlich. Öfters werde ich auf eine direkte Frage zuerst einmal förmlich begrüsst, dann wird ein wenig geschwatzt

#109 Viva Columbia!

„Mami“ hat immer recht. Eine Weisheit die scheinbar zeitlos gilt. Meine Mutter prophezeite mir, dass ich zu weit plane in Anbetracht, dass mir bereits in Kolumbien alles geklaut wird. Sie hatte recht. Bevor meine Reise richtig beginnt, werde ich tatsächlich zweimal ausgeraubt. Doch alles der Reihe nach. Im Hafen von Cartagena Bereits bei der Ankunft

#108 Speedy Gonzales

Nach meiner Erfahrung in Kuba bin ich für die Auslösung meines VW Busses aus dem Hafen von Cartagena bestens vorbereitet: Nebst Originaldokumenten und viel Geld zum „schmieren“ packe ich genügend Bücher, Lebensmittel und Wasser für unendliche Wartezeiten ein. Wiedermal kommt alles anders.  Bereits im Büro meines Spediteurs*, merke ich dass Sonia, meine Agentin, vor Energie

#107 Rundungen

Die Geschichte ist schnell erzählt: Wer einen Ort sucht, an dem es mehr regnet als in England und der kälter als die Schweiz ist, der wird sich in Bogota pudelwohl fühlen. Nun ich bin kein Pudel. Bogota scheint einer der wenigen Orte an dem „die Tür“ und „das Fenster“ als Hausbestandteil noch nicht erfunden wurde.