Jakobsweg #53, Fazit & Tipps

Wie Ihr gemerkt habt ist der Jakobsweg nicht immer nur knackig, sondern oft unbequem und manchmal ein richtiger «Stinksocken». Die spannenden Bekanntschaften und das atemberaubende Panorama des Küstenweges sind jeden Fall die Strapazen wert. Im Nachhinein würde ich NUR noch den Küstenweg – ab St. Jean Pied de Port über die Pyrenäen – wandern und

Jakobsweg #50, «Tropa de Elite»

Sobrado dos Monxes, 25km, 6 1/2h und Azua 23km, 6h Grösser hätte der Schock nicht sein können – der Kulturschock meine ich! Heute traf der kleine, unbekannte Küstenweg auf den weltberühmten «Camina Frances», die «Pilgerautobahn» Spaniens. Das ist das Aufeinandertreffen zweier Wanderkulturen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Küstenweg ist spärlich frequentiert, hat wenig spartanisch

Jakobsweg #47, Respekt im Regen

Islares, 28km, 7h / Santoño 24km, 6h / Santander 7h, 2.5h Waagrecht – schlicht und einfach waagrecht! Seit 1 1/2 Tagen regnet es jetzt ohne Unterbruch und der Regen klatscht mir waagrecht ins Gesicht. Manchmal bin ich nicht sicher, ob der Regen nicht sogar von unten kommt. Wenn die Sturmböen über die kilometerlangen Strände fegen,

Jakobsweg #46, Piggeldy und Frederick

Wer war das!? Wer hat mich «verpfiffen»? Wer von Euch schickt meine Blogs den beiden «komischen» Schweizern (siehe Blog 42 & 44), sodass die genau wissen wann ich wo bin? Sie mit Rastazöpfen als gäbe es seit einem Jahrtausend kein Haarshampoo mehr, er mit autistischem Blick als wäre er in der Zukunft und Vergangenheit gleichzeitig.

Jakobsweg #45, Städtebauliche Meisterleistung

Die Geschichte vom hässlichen Entlein ist wahr! Es ist wirklich ein Wunder – und ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Bilbao ist das spektakuläre Vorzeigebeispiel für den Wandel einer siechenden Industriemolochs zur vitalen Kulturstadt. Nach dem industriellen Niedergang entschied sich Bilbao Ende der 90er Jahre von einer schmutzigen grauen Industriestadt zum Lichtblick Nordspaniens zu

Jakobsweg #44, Vorsicht, Lebensmüder Argentinier

«Regen macht schön!» Lustig, dass es dieses Sprichwort weder in Französisch noch in Spanisch gibt. Wäre es denkbar, dass diese Weisheit gar nie wissenschaftlich erwiesen wurde und ich mein Leben lang vergeblich im Regen gestanden bin !?!?? Wurde das Sprichwort etwa von unseren Eltern nur erfunden, weil es in der Schweiz ständig «schifft»? Als dann

Jakobsweg #43, Surfgötter

«Nicht lustig!» Nein, ich sage es Euch nochmals, «Es ist wirklich nicht lustig mit seinen verstinkten Wanderkleidern an einem Surferstrand anzukommen!» Die Mädels sitzen neben den braungebrannten, blonden Surfgöttern mit nacktem, breitem Oberkörper und Du läufst mit Deinen verstinkten Wanderkleider und dem verdreckten Rucksack ein. Einfach saublöd so etwas! Wirklich komplett unsexy – slimline Kleider

Blog #43, Zarautz, 22km, 6h.

======> En español para Fabio, empieza leer mas abajo Leider muss ich den heutigen Blog auf spanisch schreiben. Ich habe einen alten argentinischen Studienfreund. Genau gesagt ist es ein sehr kleiner argentinischen Studienfreund. Das wäre an sich kein Problem, aber er hat eben eine riesige Klappe. Wie das so bei kleffenden Hunden ist, musste ich

Jakobsweg #42, Was ist schon «normal»?!

Hasta pronto San Sebastian, Du wirst mir fehlen, aber ich komme bestimmt wieder. Mehr als der Abschied beschäftigen mich aber heute Morgen die komischen Neuzugänge an Pilgern. Es sind nicht etwa Ü60. Vor denen habe ich grossen Respekt und neige mein Haupt. Sorgen macht mir das verwirrte U30 Paar. Heute beim Frühstück sassen sie alleine

Jakobsweg #41, Der «Kobe» Pilgerer

Wir sind eben tolles Team – San Sebastian und ich. Deshalb habe ich hier doch glatt zwei Tage verlängert. Ja, so locker war ich nicht immer drauf, aber seit ich nicht mehr täglich Pilger um mich habe, fühle ich mich einiges beschwingter. Ähhh, ach ja – den Salsaabend gestern habe ich in den Sand gesetzt.

Jakobsweg #40, Ein fantastischer Fleck Erde

Das erste Fähnlein ist gesteckt – zweifelsohne! Damit meine ich das erste Auswanderungsfähnlein auf der Landkarte. San Sebastian ist ein fantastischer Fleck Erde. Eine schlaue Persönlichkeit meinte einmal, dass die perfekte Stadt Wasser und Berge brauche. In San Sebastian sind beide auf ideale Weise vereint: Zwei lange Sandstrände am welligen Atlantik und dazu schroffe Küstenbergketten

Jakobsweg #39, Wanderung der Superlative!

Haleluja -Haleluja -Haleluja! Was für ein Tag! Zuerst Irun: Eine Stadt mit > 60k Einwohner, das sind mehr als alle Einwohner der Dörfer, die ich in den letzten 40 Tagen gesehen habe! Endlich Menschen statt Kühe, Highheels statt Wanderschuhe, Musik statt Kuhglocken! Selbst die Ambulanzsirene tönt wie Musik in meinen Ohren. Die Welt hat mich

Jakobsweg #38, Im Regionalzug nach Spanien

St-Jean-Pieds-de-Port! Ich habe es geschafft. Der zweite meiner drei Jakobswege ist heute beendet. Französisches Baskenland Du warst wunderbar mit Deinen massiven Steinhäusern und gepflegten Gärten, der hügeligen Moränenlandschaft mit den steilen Pyrenäen im Hintergrund – richtig malerisch und Du erinnerst mich irgendwie ans Appenzell. Trotzdem, heute kommt an der zweiten «Endstation» keine richtige Euphorie auf,

Jakobsweg #37, Fernsehabend mit fremden TV

Die heutige Etappe führt mich weiter durch die pittoreske Hügellandschaft des Baskenlandes. Auf dem Weg fütterten wir einige Pferde inklusive Fohlen. Wir, das sind meine zwei kanadischen Mitpilgerinnen, die ich «liebevoll» Canada 1 und Canada 2 nenne, weil ich mir die verflixten Namen einfach nicht merken kann/will. Meine Herberge habe ich am Morgen per Telefon

Jakobsweg #36, Kuba im Baskenland

Das Baskenland ist ein fantastisches Land – wenn man das so natürlich keinem Franzosen oder Spanier sagen darf! Aufgrund der spärlichen Übernachtungsmöglichkeiten hatte ich heute die Wahl zwischen 19 km oder 35km. Die Wahl war nach der gestrigen Monsteretappe entschieden bevor die Frage überhaupt gestellt war. So liess ich heute die Seele baumeln und mit

Jakobsweg #35, Google Maps Betaversion

Do-it-yourself: Heute basteln wir unseren eigenen Jakobsweg! Immer schon war mir der fiebrige Verlauf des Jakobsweges in Frankreich ein Dorn im Auge. Den gestrigen Schwenker auf der Karte war aber ohne Pastiskonsum oder Schlafmangel des Wegzeichners beim besten Willen nicht zu erklären, speziell wenn man die Entstehungsgeschichte des Jakobsweg in Frankreich kennt: Der heutige Streckenverlauf

Jakobsweg #34, Lichterlöschen

Guuttteeeeen Aaaabbennnndddddd! Es tut mir leid, aber der gestrige Tag war nicht besonders aufregend, eher langweilig. Aus diesem Grund das Spektakel in Form der Begrüssung gerade am Anfang. Wer jetzt schon fast einschläft, soll doch wenigstens die Meldung des Tages lesen, die hat nichts mit wandern zu tun, aber macht mich stolz. In den letzten

Jakobsweg #33, Kaufrausch

Huhhhgggsch, heute hat es mich so richtig geschüttelt, gerüttelt und gekribbelt vor Freude. Herrlich, feuchte Finger und ein warmes Bauchgefühlt, alles gleichzeitig. Zugegeben, meine lieben Damen, das war wohl ein relativ rudimentärer Versuch, das zu beschreiben was wohl ihr wohl Tag täglich beim Betreten eines Kleider- oder Schuhladen fühlt. Ich hatte es jedenfalls auch, als

Jakobsweg #32, Kleines Wortspiel

Heute hat mir in Condom ein Pariser einen Tampon gegeben! Hmhghd?! Kleines Wortspiel, aber tatsächlich wahr. Die Franzosen sind eben lustig ohne es zu wollen. Hier die Auflösung: Ich bin in einer Stadt, die heisst «Condom». In jeder Pilgerherberge erhalten wir Pilger einen Stempel, der beweist, dass wir in der Herberge waren. Auf Französisch heisst

Jakobsweg #31, Cheminee

Grrrrr, in den letzten Tagen war es – Entschuldigung – «arschkalt». Am Morgen war die Temperatur selten über 4 Grad was das Aufstehen aus dem warmen Schlafsack zu einem eigentlichen Kraftakt machte. Gestern hatte es dann noch bitterkalt gerieselt und am Nachmittag gehagelt. Meine Hände waren ständig klamm und wenn mich auf dem Weg noch

Jakobsweg #30, Im Kuhstall

Gestern habe ich in einem Kuhstall übernachtet – in einem ehemaligen meine ich. Jeder von uns erhielt eine eigene Stallbox und somit etwas Privatsphäre. Der ganze Umbau war in Holz gehalten was viel Atmosphäre ausstrahle. Im Hof gab es überall Hühner und Gänse. Der Höhepunkt war aber das 5 – Gang Dinner inklusive Amuse-bouche das

Jakobsweg #29, Der Grizzley Bär

Die gute Nachricht zuerst: Entwarnung von der Bettwanzenfront – ich hatte heute Morgen keine Bisse (siehe Blog 28). Dafür hatte ich gestern einen Grizzley Bären im Zimmer. Das kam so: Als ich abends nach Hause kam, frohlockte die Dame von der Rezeption, dass ich heute doch nicht alleine im Zimmer schlafen werde. Ein kanadischer Pilger

Jakobsweg #28, Ungebetene Gäste

Mit dem Kauf eines «Peelings», einer Körper- und einer Enthaarungscreme wird mein «Wellness Weekend» eingeläutet. Natürlich nicht mit irgendwelchen Produkten. Klar, der Pilger von Welt verwöhnt sich mit Yves Rocher. Als nächstes wird das Drei-Bett Zimmer im Formel 1 gebucht, das etwas ausserhalb liegt – Ibis Budget gibt es in Cahors nicht. Als ich am

Jakobsweg #27, Mir stinkt´s!

Die letzten beiden Tage war das Ziel das Ziel! Einmal mehr verzichtete ich auf Kirchen und Kreuze entlang des Jakobweges und wählte stattdessen die direkte Verbindung über die Landstrasse. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass jede Faser meiner Ausrüstung und jede Pore meines Körpers… stinkt! Deshalb möchte ich – solange ich das nämlich

Jakobsweg #26, Jenseits der ausgetrampelten Pfade

Heute hatten wir hohen Besuch. Mein «innerer Schweinehund» war zu Gast. Der Plan war früh aufzustehen. Ich wachte auch um 6:45 auf, aber danach muss Einiges schief gelaufen sein. Vielleicht lag es daran, dass ich folgende Fragen alle mit «Ja» beantwortet habe: «Lass uns den Wecker zurückstellen?», «Gehen wir noch einen Kaffee im Zentrum trinken?»,

Jakobsweg #25, Absolut wasserdicht?!

Heute waren wir alle kleine bunte «Plastiksäckli». Es hat geregnet, zwar waagrecht und in Strömen. Die Kühe, die es mit uns pilgern eh nicht einfach haben (siehe Blog 22), wurden heute richtig psychedelisch mit all unseren neonfarbenen Regenschütze! Ich habe mir zuerst noch überlegt in der Badehose und in Flip Flop loszuziehen, was aber Schade

Jakobsweg #24, Unterwegs im TGV

Gestern war ich mit dem TGV unterwegs – so hat es sich jedenfalls angefühlt. Vor ein paar Tagen erzählte ich Catalina, dass man keinem klaren Gedanken denken kann, wenn man am Leistungslimit geht – also quasi zu denken «aufhört». Heute war es soweit: Sie wollte meine Behauptung in der Praxis testen. Kurz nach dem ersten

Jakobsweg #23, Zu lange im Laubwald

Nein, erwachsene Menschen sollten einfach nicht zu lange durch den Wald wandern. Kein Wunder, dass bei 9h Laubwald am Tag der einte oder andere Pilger zwar liebenswert, aber auch ein wenig verschroben ist. Da ist Aaron, der Kanadier, der mit einem 40kg Überlebensrücksack wandert. Er hat das Zelt inklusive Lebensmittel für 4 Tage und eine

Jakobsweg #22, Shetland Inseln?!

In den letzten Tagen hat sich die Landschaft und Vegetation deutlich verändert. Der dichte Nadelwald ist einer mit sattem Gras bewachsener Hochebene gewichen. Wir sind jetzt seit 3 Tagen auf 1´000m Höhe und die Wolken scheinen hier förmlich die Hochebene zu berühren. Kein Wunder hatten die alten Gallier immer Angst, dass ihnen der Himmel auf

Jakobsweg #22, Rinderwahnsinn!

Erfunden, verbessert, optimiert und perfektioniert! Endlich ist das Unterhaltungsspiel für den Pilger da. Seit längerer Zeit habe ich begonnen mit Kühen zu sprechen, einfach aus Langeweile. Wer schon einmal vor einer Kuhherde stand und wild mit den Armen um sich gefuchtelt hat, dürfte beobachtet haben, dass die Kühe völlig entgeistert zurückstarren. Catalina und ich haben

Jakobsweg #21, Göthe auf dem Jakobsweg

Ooooooh, für einmal haut mich die Natur – und nicht der Geruch meiner Füsse – aus den Socken! Bisher war der ewige Laubwald einerlei, doch die Hochebene der heutigen Etappe ist spektakulär und so anders als bei uns: Eine unendliche Hochebene unterbrochen von Nadelwald mit Gras und bewohnt von Hochland Rindern und Pferden. Dazu meine

Jakobsweg #20, Plastiksäcke

Seit le Puy ist Vieles anders. Es sind deutlich mehr Leute unterwegs was in den Herbergen zu wenig Gastfreundschaft und mehr Massenabfertigung führt. Gestern wurden wir wie Aussätzige empfangen: Bei Ankunft musste alle Wanderutensilien ausserhalb des Hauses ausgezogen werden. Die Schuhe wurden entseucht, die Rücksäcke in Plastiksäcke gestülpt unter dem absoluten Verbot Waren ausserhalb dieser

Jakobsweg #19, Bequemlichkeiten des Lebens

Fantastisch, all die kleinen Bequemlichkeiten des Lebens wie 2 x am selben Ort schlafen, eigenes Zimmer, eigene Toilette mit Badewanne, Waschmaschine, Internet!!!!! und Eurosport (wo ich bereits alle Superbike Rennen des WE gesehen habe). Wer lacht, weiss nicht was 22 Tage Laubwald aus einem Menschen machen. Vielleicht besteht die Kunst des Lebens nicht in der

Jakobsweg #18, Exklusiv Wohnen

+ 1½h Unterkunft suchen Die heute Etappe war erfrischend weltlich. Nach 21 Tagen in 90 Seelen Dörfern ist eine Stadt mit 20k Einwohner Rock´n´Roll und die 4-stöckigen mittelalterlichen Gebäude quasi das Manhattan des Jakobweges. Aus wegtechnischer Sicht ist Le Puy das Ziel des ersten der drei Wege, die als Gesamtheit nach Santiago führen. Für ein

Jakobsweg #17, Vulkankrater

Gestern Abend als ich ankam, regnete es und war frostig kalt. An meinen Füssen hatte ich mehr Blasen als Zehen. Ich fragte mich gerade, ob es nicht einfacher wäre, die Zehen abzuschneiden, statt ständig die Blasen aufzuschneiden. Nach 21. Tagen täglich 6h wandern, hatte ich Lust auf laute Punk Musik, die ganze Nacht durchzuzechen, das

Jakobsweg #16, Doping?!

Lustig, an was für Orten wir überall übernachten. Gestern war das Massenlager in einem Radiosender wo im Raum neben uns Radio produziert wurde. Das Gebäude war eine Mischung aus «Villa Wahnsinn» und Roter Fabrik. Nachts wurden wir mehr durch einen Zufall – die beiden Restaurants des Ortes hatten natürlich am selben Tag geschlossen – bei

Jakobsweg #15, Gruss von meinem Sandwich

Heute gab es wunderbare Apfelplantagen, grosszügige Weinberge, rustikale Häuser und ein herrliches Panorama! Toll wieder in den Bergen zu sein… oder sind das die ersten Anzeichen, dass ich alt werde!? Morgen folgt die Königsetappe mit dem höchsten Punkt auf 1´200m und erwarteter reiner Wanderzeit von 9h. Drückt mir die Daumen! Übrigens: Gute Nachrichten von meinem

Jakobsweg #13, «Heiliger» Montag

Klassisches Eigentor: Auf dem Land ist am Montag scheinbar «heiliger Montag», d.h. alle Läden, Bäcker, Restaurants etc. sind geschlossen. Damit meine ich nicht etwa diesen Montag, sondern JEDEN Montag des Jahres. Entweder hat man dann Lebensmittel oder man verhungert. Nach 9h Wanderung ohne warme Mahlzeit und ohne Frühstück heute Morgen fehlte zu Letzterem wenig. Manchmal

Jakobsweg #12, «Versiffter» Wohnwagen

Der gestrige Tag startete Sintflut-artig. Seit gestern weiss ich definitiv, dass meine Ausrüstung wasserfest ist. Ich könnte wohl Tiefsee tauchen ohne nass zu werden. Das war aber nicht das Einzige biblische: Mein Körper «lief» gestern zu Hochform auf, wohl auch aus Angst in einer kleinen Provinzstadt übernachten zu müssen wo alles geschlossen war. So wanderte

Jakobsweg #11, «Französisch» Internet

Halleluja, wie sagte schon Boris Becker: «Ich bin drin!» Endlich, ich habe «französisch» Internet & Telefon. Seit gestern bin ich im wunderbaren Rhonetal mit seinen herrlichen Rebbergen, Weingütern, Schlössern und dem hervorragenden Essen. Spannender als die Gegend sind aber die Pilger, die man mittlerweile bei jeder Etappe wieder trifft. Was gibt es schon interessanteres als

Jakobsweg #10, Eine Banane, ein Apfel und ein Rübli

Heute hiess es Abschied nehmen vom Telefonabonnement und meinem geliebten Internet! Für mich noch der grössere Schritt als überhaupt auf den Jakobsweg zu gehen. Sollte die Welt in meiner «Abwesenheit» untergehen, informiert mich doch bitte per SMS . Die heutige Etappe war insofern speziell, dass es während 28km keine Verpflegungsmöglichkeit gab was mich in Anbetracht

Jakobsweg #9, Genf

Toll am Jet d´Eau in Genf zu sitzen, den ganzen Lac Leman zu sehen und zu wissen, dass man das alles zu Fuss gegangen ist. Natürlich könnte ich auch meine Blasen an den Füssen zählen, aber das ist «halt» kein so schönes Bild. Weniger spektakulär war dagegen der Zollübergang nach Frankreich. Nur weil ich per

Jakobsweg #8, Winterfahrplan

Heute hatte ich das erste Regenrennen. Ja Andreas, ich habe mittlerweile von den Trocken- (Flipflop) wieder auf die Regenreifen (Wanderschuhe) umgestellt. Überraschend wie einerlei das Wetter ist: Der «Lac Leman» mit seinen Rebbergen und «Châteaus» eine Perle. Wie sagt man so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleider und ich habe meine

Jakobsweg #7, Party heute Abend?

Wooouh, die heute Etappe war wie ein Spaziergang an der Côte d´Azur: Strand, Bikinis samt Inhalt, Yachten und herrliche Parkanlagen. Am liebsten hätte ich meinen Rucksack ausgezogen und wäre gejoggt oder geschwommen. Beim all abendlichen Suchen meiner Unterkunft meinte der heilige «Köbi» (Jakob) es noch besser mit mir. Die vermeintlich heruntergekommene Gemeindeherberge für 10.- CHF

Jakobsweg #6, Tolle Frau

Heute bin ich traurig. Habibi musste gestern nach Hause. Ohne sie wäre ich wohl nicht einmal den Jakobsweg gefunden. Danke Habibi, Du bist eine tolle Frau!! Je länger ich in der Welschschweiz bin, desto später wird am Morgen Frühstück serviert und desto schlechter ist der Weg markiert. Hier in VD braucht es bereits viel Fantasie,

Jakobsweg #5, Schwimmbad

Gestern wurde es richtig spannend: Wir hatten die Wahl zwischen zwei Varianten des Jakobweges. Wir haben uns für den längeren entschieden. Wieso? In Payern hat es ein Schwimmbad, in Romont nicht Also Vollgas in die Bad. Selten musste ich 6h auf das kühle Nass warten, dafür war es um so herrlicher. Gross umziehen musste ich

Jakobsweg #4, Flipflops

Bestimmt hatten meine Wanderschuhe toll ausgesehen und beim Besucher einen Hauch von Abenteuer verbreitet in den 6 Wochen in denen sie vor meiner Haustüre standen. Vielleicht hätte ich sie auch einfach einlaufen sollen. Tatsache ist, dass ich heute Morgen zu viele Blasen hatte um sie anzuziehen oder um es mit Habibis Worten zu sagen: «Ohhh,

Jakobsweg #3, Fehlanzeige

Fehlanzeige – heute waren weder Brat noch Angelina unsere Gäste. 5h herrliches Panorama, Kühe, Schweine und Ziegen, aber keine Menschenseele. Kann es sein, dass die Nutztiere alleine in den Bauernhöfen wohnen oder sollte ich einfach mehr Wasser auf unseren Etappen trinken? Zum Glück bringt mich Habibi ständig zum Lachen und teilt mit mir die wunderbaren

Jakobsweg #2, Schwingerfest oder Auswandern?

Zugegeben, es gibt bessere Ort als das Eidgenössische Schwingerfest in Burgdorf um den Jakobsweg zu beginnen. Unsere Frage: «Wo geht es nach Spanien. Ich will ausWANDERN?» hat unter den Schwingfestbesuchern zu allgemeiner Verwirrung geführt. Wir?! Ja, Habibi hat sich spontan bereit erklärt die ersten Etappen mitzugehen. Wenigstens konnte sie meine schwarzen «slimline» Hemden mit Stehkragen

Jakobsweg #1, D-Day

Morgen ist d-Day: 2´135 km zu Fuss in 82 Betten und 12 Wochen warten auf mich. Gemäss Adam Riese werde ich täglich 26 km oder 6 1/2 Stunden wandern – bei einem Ruhetag pro Woche 30km oder 7 1/2 Stunden. Pro Tag werde ich 4´200 kcal verbrennen, kummuliert dreimal den Himalaya besteigen. Da ich nur