#137 Regellos

Nach 35’000 km auf Südamerikas Strassen wird es Zeit einen Blick in die Seele des einheimischen Autofahrers zu wagen. Schließlich erfährt man im täglichen Verkehr mehr über die Befindlichkeit eines Volkes als bei der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und beim Lesen von Reiseführern. Nach einem Jahr des täglichen Wahnsinns weiss ich mit Bestimmtheit: Es brodelt in

#125 Am Nabel der Welt

Ich bin am Nabel der Welt oder um es in den Worten der Inkas auszudrücken in „Qosqo“, dem heutigen Cusco. Besser könnte man diese fantastische Stadt nicht umschreiben. Cusco war der Mittelpunkt des viergeteilten Inkareiches, das von Ecuador bis Chile reichte. Auch heute noch versprüht die Stadt einen unheimlichen Scharm – was leider auch den

#124 Göttliche Schokolade

So, der Onkel Ivo erklärt Euch heute wie man seine eigene, hausgemachte Schokolade herstellt*. Egal, ob ihr Reisen, VW Busse oder mich mögt, legt bitte mal Alles zur Seite, denn Ihr seit Schweizer und liebt Schokolade! Wir sind Weltmeister. Ja, sogar unbestrittene Weltmeister! So was können wir Schweizer nur in ganz wenigen Disziplinen von uns

#126 Hilfe, mein Blut kocht!

Ich stehe am Eingang des Nationalparks des Chimborazos auf 4‘300 MüM. Soeben bin von Meereshöhe in wenigen Stunden hierhin zum Übernachten gefahren. Mein Körper fühlt sich an als würde das Blut in meinen Adern kochen. Alles brodelt in mir als wäre ich persönlich der Vulkan auf dem ich eigentlich nur stehen wollte. Mein Kopf schmerzt,

#123 Höllenritt

Ohne Zweifel: Das war ein wahrer Höllenritt! Einen anderen Namen hat die „Strasse“ zwischen Leymebamba und Celentin nicht verdient. Luftdistanz zwischen beiden Ortschaften ist 45km, die Strasse ist aber satte 144km lang ohne dass sie einen nennenswerten Umweg nimmt. Schon was aufgefallen? „Google Maps“ weisst eine Fahrzeit von 2h aus. Natürlich verlasse ich mich nicht

#122 Wolkenmenschen

Ich gestehe: Ich bin süchtig nach Dokumentationsfilmen! Ohne meine wöchentliche Dosis an Dokus beginne ich am ganzen Körper zu zittern. Gestern noch habe ich mir die Dokumentationen zu den „Wolkenmenschen“ angeschaut*, den Cachapoyas wie sie von den Inkas genannt wurden. Heute stehe ich am Ort der Handlung, in der Provinz Cachapoyas in Peru: Mittendrin statt

#121 Achtung Lebenskünstler!

Nachdem ich mich entschieden habe meine Stelle zu künden, interessierten sich einige zuerst dafür was ich nach meiner Rückkehr arbeiten werde, noch bevor sie meinen Reiseplan überhaupt kannten. Wahrscheinlich eine urtypische Reaktion in einem Land das in der ständigen Sorge um das Morgen lebt. Jetzt wo ich unterwegs bin, treffe ich auf viele Reisenden mit

#120 Der „Phantombeamte“

Er: „Belgien?“ Ich: “ Nein, Schweiz!“ Er: „Tunesien?“ Ich: „Nein, Schweiz!!“ Er: „Russland?“ Ich: „Nein, Schweiz !!!!!“ Er, der grauhaarige peruanische Zollbeamte klebt mit seiner Nasenspitze vor einem Kombinationsfeld in der er die Länder der Welt auswählen kann. Wenn er sich nur merken könnte woher ich stamme. Er ist fast blind, trägt aber keine Brille.